Über mich

„Die Dinge sind nicht immer so,
wie sie scheinen.“

(Phaedrus, 1. Jh. n. Chr.)
Hautmedizin neu gedacht

Sonja Albert

„Die Dinge sind nicht immer so,
wie sie scheinen.“

Dieser Satz begleitet meine ärztliche Arbeit seit vielen Jahren. In der Medizin zeigt sich immer wieder, dass das Sichtbare oft nur einen Teil der Wirklichkeit abbildet – Haut, Hormone, Stoffwechsel und Lebensstil stehen in einem engen Zusammenhang.

Was heute als „neu gedacht“ erscheint, ist in Wahrheit etwas sehr Altes: die Physiologie des Menschen und das Verständnis für ihre Zusammenhänge.

Mein Anspruch ist es, diese Zusammenhänge zu erkennen, individuell zu berücksichtigen und so Hautmedizin zu leben, die wirklich zu Ihnen passt.

Ihre Hautärztin,

Sonja Albert

Mein Weg

Prägung durch Erfahrung

Meine fachärztliche Ausbildung habe ich vor über 30 Jahren in ganzheitlich orientierten Praxen absolviert. Schon damals war es selbstverständlich, dermatologische Befunde im Kontext von Stoffwechsel, hormoneller Situation, Ernährung, Umweltfaktoren und Lebensstil zu betrachten – auf der Grundlage schulmedizinischer Diagnostik und klinischer Erfahrung.

Als Jugendliche und junge Ärztin war ich selbst von ausgeprägten Allergien und Asthma betroffen. Später, zu Beginn meiner vierziger Jahre, erkrankte ich schwer. Die Erfahrung, mit medizinischem Wissen, genauer Selbstbeobachtung und Geduld wieder in die eigene Regulation zu finden, hat meinen Blick auf Krankheit und Gesundheit nachhaltig geprägt.

Allergologie

Als Fachärztin für Dermatologie und Allergologie begleite ich seit über 30 Jahren Menschen mit allergischen und allergieähnlichen Beschwerden. In der Vergangenheit habe ich viele Pricktests durchgeführt und leitliniengerechte Immuntherapien erfolgreich angewendet. Mit zunehmender Erfahrung in der ursachenzentrierten Versorgung habe ich jedoch festgestellt, dass viele Patientinnen und Patienten diese Immuntherapien im Verlauf gar nicht mehr benötigten.

Die Prick Testung allein war dabei nie ausschlaggebend für die Therapieentscheidung. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass viele Beschwerden nicht allein durch standardisierte Tests erfasst werden, sondern eine sorgfältige Anamnese, kontinuierliche Beobachtung und differenzierte Analyse erforderlich ist. Daher verzichte ich in meiner Praxis bewusst auf routinemäßige Prick Tests. Stattdessen konzentriere ich mich auf die genaue Erfassung der Beschwerden, die Nutzung von Beobachtungstools wie Pollenflug-Kalender oder Symptomtagebücher, die Aufklärung über allergologische Zusammenhänge (echte Allergien, Pseudoallergien, Histaminintoleranz etc.) und auf gezielte Labordiagnostik, wo sie medizinisch sinnvoll ist.

Dieses Vorgehen entspricht den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien: Bei saisonalen Allergien sollten Beschwerden über mindestens zwei aufeinanderfolgende Jahre, bei ganzjähriger Allergie über mindestens ein Jahr dokumentiert sein, bevor eine spezifische Immuntherapie begonnen wird (EMA, 2019; AWMF S2k-Leitlinie, 2022).

Auf diese Weise lassen sich viele allergieähnliche Beschwerden häufig so weit modulieren, dass eine Immuntherapie nicht mehr erforderlich wird.

Quellen

Ärztliche Haltung

Wenn Empathie Teil der Medizin wird

Ein zentraler Aspekt meiner Arbeit ist das ärztliche Miteinander. Die Wirkung von Empathie und gezielter ärztlicher Zuwendung ist heute gut untersucht: Studien zeigen, dass eine empathische Arzt-Patient-Beziehung messbare Effekte auf Heilungsverläufe, Therapieadhärenz, Entzündungsparameter und sogar auf Morbidität und Mortalität haben kann. Dieses Forschungsfeld wird unter dem Begriff Compassionomics zusammengefasst (u. a. Trzeciak & Mazzarelli, Compassionomics, 2019; Studien in JAMA, BMJ, Annals of Family Medicine).

Medizinische Präzision und menschliche Präsenz schließen sich nicht aus – im Gegenteil, sie verstärken einander. Meine Arbeit verbindet dermatologische Fachkompetenz mit einem wissenschaftlich fundierten, gleichzeitig zugewandten Blick auf den Menschen.

Wissenschaftliche Belege